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Der Fiesling wird ein Guter: GZSZ-Bösewicht wechselt die Seiten

Wolfgang Bahro spielt seit 1992 den Bösewicht Jo Gerner bei „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“. Jetzt wechselt er die Seiten und schlüpft in die Rolle eines Ermittlers.

Schauspieler lieben es, Fieslinge zu spielen. Denn deren Charakter ist im Drehbuch meist vielschichtiger angelegt als der des Helden. Andererseits: Auf die Rolle des Unsympathen abonniert zu sein, ist doch manchmal ein bisschen eindimensional. Vielleicht auch deshalb wechselt Wolfgang Bahro jetzt die Seiten. Das Urgestein der RTL-Soap „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ (GZSZ) – seit 1992 verkörpert Bahro den Fiesling Jo Gerner – ist nun in einer anderen Rolle zu sehen. In „Haveltod – Ein Potsdam-Krimi“ (Dienstag, 20.15 Uhr, RTL und RTL+) spielt er einen Profiler, der einen Mord aufklären will.

„Ich bin sehr gespannt, wie die Zuschauer reagieren werden“, sagt Bahro, „ob sie mich in dieser neuen Rolle annehmen.“ Tatsächlich gibt es nur wenige Schauspieler in Deutschland, die so mit ihrer Rolle identifiziert werden wie Bahro mit Gerner. Bisweilen wird der 65-Jährige von Zuschauern sogar um rechtliche Einschätzungen gebeten. Denn im GZSZ-Kosmos ist Gerner nicht nur „Deutschlands bester Anwalt“, sondern auch Immobilien-Tycoon, Medienmogul, Betreiber einer eigenen Fluggesellschaft und Gastronom.

Es war allerdings gar nicht so leicht, den Rollentausch zu bewerkstelligen. Denn mit den eng getakteten Filmaufnahmen, die eine tägliche Serie erfordert, wäre der zusätzliche Krimi eigentlich unvereinbar gewesen. „Parallele Dreharbeiten für GZSZ und den Krimi hätte ich zeitlich nicht geschafft“, räumt Bahro ein. Aber beim Film ist natürlich vieles möglich, was im echten Leben nicht machbar ist. Die Lösung in diesem Fall war: Im GZSZ-Drehbuch wurde der Anwalt Jo Gerner per Autounfall ins Koma geschickt. So war für Bahro der Weg in die neue Rolle frei. Schlechte Zeiten für Gerner, gute für Bahro, könnte man sagen.

Bahro, von dem man lesen kann, er sei im Gegensatz zu seiner Rolle bei GZSZ privat ein unglaublich netter Mensch mit Gentleman-Ausstrahlung und Faible für Monokel, bekommt so die Chance, sich dem Fernsehpublikum von einer anderen Seite zu zeigen – endlich mal auf der richtigen Seite des Gesetzes zu stehen.

Auch privat läuft es erfreulich für Bahro

Nicht nur beruflich läuft es für den gebürtigen Berliner aktuell wie geschmiert. Seit einiger Zeit darf er auch die Rolle des doppelten Opas ausfüllen. Wie der Schauspieler im Gespräch mit der Bild-Zeitung sagte, haben ihm sein Sohn und seine Schwiegertochter Ende vergangenen Jahres ein zweites Enkelkind geschenkt.

 

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