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RTL-Star Mareile Höppner ist seit Jahrzehnten Opfer von digitaler Gewalt.

Der Fall von Collien Fernandes sorgt noch immer für Aufruhr. Immer mehr Frauen melden sich zu Wort und teilen ihre eigenen Erfahrungen. Auch RTL-Star Mareile Höppner ist seit Jahrzehnten Opfer von digitaler Gewalt.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Mareile Höppner (48) zu digitaler Gewalt im Netz äußert. Die RTL-Moderatorin ist seit Jahren davon betroffen.

Mareile Höppner klagt: “Jedes Foto, das ich jemals ins Netz gestellt habe”

“Digitale sexuelle Gewalt ist etwas, das mich seit Beginn meiner Karriere verfolgt”, schreibt Höppner in einem Instagram-Beitrag für das “Brigitte Magazin”. Weiter schreibt sie: “Anfänglich wurden mir anzügliche Fotos oder gemalte Bilder geschickt, irgendwann kamen dann erste Videos. Auch wenn man damals noch sehr gut erkennen konnte, dass die nicht echt waren, ahnte ich schon: Das wird ein riesiges Problem.”

Höppner, die kürzlich ein Foto aus dem Krankenhaus gepostet hat, startete vor knapp 30 Jahren ihre Karriere im Journalismus, erst beim Radio, dann als Reporterin bei RTL. Ab 2008 moderierte sie 14 Jahre lang das ARD-Boulevardmagazin “Brisant”. In ihrem Gastbeitrag berichtet Höppner, dass es seit ihrem Karrierebeginn eine Plattform gebe, die entsprechendes Material verbreite.

Und die Moderatorin wird konkret: “Inzwischen ist jedes Foto, das ich jemals ins Netz gestellt habe, für ein Pornobild missbraucht worden. Ich bin auch immer noch dabei, das zu verarbeiten.” Sie beschreibt Situationen, etwa mit ihrer Familie am Strand, in denen sie gut gelaunt und nichts ahnend Fotos gemacht hat. Anschließend habe sie genau diese Bilder im Netz gefunden – allerdings verändert, beispielsweise ohne Klamotten. Immer wieder habe sie versucht, diese Inhalte sperren zu lassen.

Mareile Höppner ist seit gut 30 Jahren in der Medienbranche tätig.

Mareile Höppner ist seit gut 30 Jahren in der Medienbranche tätig.IMAGO / APress

Mareile Höppner: “Viele Frauen prangern dies seit Jahren an, nicht erst seit zwei Wochen”

Das Thema löse in Höppner “sehr viel Wut” aus. Dabei sei die Moderatorin “gar nicht über meine oder andere Einzelfälle [wütend], sondern über die gesamte Bandbreite des Themas.” Darüber hinaus meint sie noch: “Wir machen uns immer noch keine Vorstellung davon, was im Netz los ist. Viele Frauen prangern dies seit Jahren an, nicht erst seit zwei Wochen.”

Dabei ist der letzte Satz eine Anspielung auf die Vorwürfe von Collien Fernandes (44) gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen (50). Der Fall hat deutschlandweit für eine Welle der Empörung gesorgt. Einige Promis haben sich hinter die “Traumschiff”-Schauspielerin gestellt. Auch Grünen-Politikerin Ricarda Lang (32), die im ntv-Talk für schärfere Gesetze gegen digitale Gewalt plädierte.

 

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