Lilly ist kaum wiederzuerkennen. Die Ereignisse der letzten Monate haben sie so sehr aus der Bahn geworfen, dass sie alles tut, um nicht über ihre Gefühle nachdenken zu müssen.
Sie hat ein Kind verloren, ihre Beziehung mit Nihat ist in die Brüche gegangen und schließlich hatte Julian, in den sie sich verliebt hatte, eine Affäre mit ihrer Mutter.
Lilly stürzt sich in die Arbeit und lenkt sich mit einem Sonderdienst nach dem anderen ab. Dann greift Philip ein und Lilly hat keinen Fluchtpunkt mehr. Ein Moment, in dem etwas Schreckliches ausgelöst wird, das sie längst hinter sich gelassen hatte.
ACHTUNG, SPOILER!
Philip suspendiert Lilly, weil sie sich weigert, eine Auszeit zu nehmen. Sie gefährdet sowohl die Patienten als auch sich selbst durch ihre Übermüdung. Doch durch den Mangel an Ablenkung kommt Lilly zur Ruhe und all die Gefühle, mit denen sie sich nicht auseinandersetzen möchte, brechen sich Bahn. Durch diesen Druck erleidet sie einen Rückfall in die Bulimie, mit der sie bereits 2013 zu kämpfen hatte.
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Schauspielerin Iris Mareike Steen erklärt: „Ich finde es sehr wichtig, dass wir dieses Thema erneut aufgreifen. Essstörungen betreffen unglaublich viele Menschen – auch in meinem eigenen Umfeld. Mir war es ein Anliegen zu zeigen, dass alte Muster selbst nach vielen Jahren in extremen Situationen wieder auftreten können.“
Lilly (Iris Mareike Steen) verzweifelte 2013 an den Folgen, die ihre Bulimie nach sich zog… | ©RTL / Rolf Baumgartner
Iris Mareike Steen erinnert sich noch gut an die Reaktionen, die sie vor 13 Jahren auf die Geschichte bekommen hat: „Was mir sofort einfällt, sind die vielen Nachrichten von Zuschauer*innen. Besonders bewegt hat mich, dass viele geschrieben haben, sie hätten sich danach Hilfe gesucht. Wenn unsere Geschichten Menschen dazu ermutigen, sich jemandem anzuvertrauen, ist das sehr wertvoll.“
Lilly Seefeld (Iris Mareike Steen) erkrankte 2013 an Bulimie. | ©RTL
Gerade deswegen steht die Schauspielerin nun vor einer großen Herausforderung, denn Lillys Bulimie-Rückfall wird viele Menschen auch ganz persönlich berühren: „Ich habe großen Respekt vor dieser Geschichte. Der erste Rückfall hat beim Dreh alte Erinnerungen wachgerufen. Umso wichtiger ist es mir, dieses Thema ernsthaft und verantwortungsvoll zu erzählen.“
Hilfsangebote für Betroffene
Für eine verantwortungsvolle und realitätsnahe Umsetzung hat die Produktion erneut mit „Dick & Dünn e. V. Beratungszentrum bei Ess-Störungen“ in Berlin zusammengearbeitet. Begleitend zur Ausstrahlung macht GZSZ bundesweit in Kooperation mit dem Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) auf das Thema Essstörungen aufmerksam. Ziel ist es zu sensibilisieren, Vorurteile abzubauen und Betroffenen den Zugang zu Hilfsangeboten zu erleichtern. Informations- und Beratungsangebote des „Bundesinstituts zu psychischer Gesundheit und Essstörungen“ gibt es zum Beispiel hier: Kostenfreie Broschüren und Materialien








